Gott zu kennen verändert das Leben.

„Und Asa rief den HERRN, seinen Gott, an und sprach: HERR, bei dir ist kein Unterschied, zu helfen wo viel oder wo keine Kraft ist (od. zwischen dem Mächtigen und dem Kraftlosen). Hilf uns, HERR, unser Gott, denn wir verlassen uns auf dich und in deinem Namen sind wir gegen diesen Haufen gezogen! Du, HERR, bist unser Gott! Vor dir behält der Sterbliche keine Kraft!“

Asas Vertrauen kommt in diesem Gebet zum Ausdruck. Er ist sich seiner eigenen Situation und damit der Überlegenheit des Feindes im klaren. Er ist nicht blind für die offensichtliche Situation. Aber er ist auch nicht bilnd für die Realität Gottes und seiner Existenz. In seiner Erfahrung macht es keinen Unterschied ob man mit einem mächtigen oder einem schwachen Kriegsheer aufrückt. Den Unterschied macht Gott.

Dabei bekräftigt Asa seine Verbindung zu Gott. Es ist ausdrücklich sein Gott. Zum anderen spricht er seine Abhängigkeit aus. Er gesteht sich seine eigene Schwäche ein. Er sagt: „… wir verlassen uns auf dich…“. Diese Offenbarung seiner inneren Gedanken und seiner Einstellung sind bemerkenswert, denn hier spricht der König einer ganzen Nation. Er gesteht sich seine eigene Schwäche ein und macht es durch dieses Gebet öffentlich.

Als drittes ist das Ende eine schöne Lehraussage. Asa hält an dieser Wahrheit fest und zieht die Konsequenzen daraus: „… Vor dir behält der Sterblich keine Kraft!“. Er glaubt daran, dass Gott stärker ist als alle Lebewesen die der Sterblichkeit unterworfen sind. Er zieht also aus seiner Gotteserkenntnis diese Konsequenz: (1.Prämisse) Wenn Gott stärker ist als alle Lebewesen und (2.Prämisse) Dieser Gott ist mein Gott und ich vertraue ihm dann (Konklusion) wird er meine Feinde besiegen, denn sie sind Sterbliche. Diese logische Folge nennt die Bibel „Glaube“. Glaube ist logisch, denn Glaube schlussfolgert aus Wahrheiten und wendet diese auf das tägliche Leben an.

Ich möchte diesen Text als Beispiel nehmen für die Bedeutung unserer Gotteserkenntnis. Die Bibel beschreibt uns Gott. Wir dürfen in ihr erkennen (1) wer Gott war, (2) wie er war und (3) was er tat. Diese Beschreibungen Gottes sind geschichtliche Tatsachen. Auf diese bauen wir unseren Glauben. Unser Glaube zieht die Konsequenzen für die heutige Zeit.

Was ich gelernt habe:

  1. Glaube kommt in konkreten Situationen zum Vorschein. Erst Schwierigkeiten offenbaren meinen persönlichen Glauben, also meine Beziehung zu Gott.
  2. Gott macht den Unterschied. Egal wie aussichtslos die Situation erscheint, Gott ist der entscheidende Faktor.
  3. Mein vertrauen Gott gegenüber drücke ich durch das Eingeständnis meiner eigenen Schwäche aus. Er muss ich all meine eigene Schwachheit erkennen bevor ich mich Gott hingeben kann.
  4. Ziehe Konsequenzen aus deiner Gotteserkenntnis. Gott zu kennen ist die eine Sache, aber sein Leben wirklich mit diesem Gott zu gestalten ist die andere. Ich sollte mit Gedanken machen wie mein Wissen über Gott meine Entscheidungen beeinflussen sollte. Wie verändert sich mein Leben wenn ich die richtigen Schlüsse ziehe.